Bootbaren USB Stick mit ISO Unterstützung erstellen
Heute habe ich mich im Rahmen eines kleinen Mittagspausenexperiments mit Grub4Dos auseinandergesetzt. (Genauer gesagt mit dem erstellen eines Acronis Backup & Recovery USB-Sticks, aber darum geht es hier nur am Rande). Die Erfahrungen die ich prinzipiell mit Grub4Dos (wenn es auch bei weitem nicht viele sind) gesammelt habe sind allgemeingültig genug um sie auf viele andere Bereiche anzuwenden. Das Thema heute soll also das erstellen eines Bootbaren USB Sticks sein, der optimalerweise von NTFS startet und uns die Mühe erspart für jedes neue Linux Live System mit dem wir spielen wollen den ganzen Stick zu formatieren (also am besten, von ISO Booten kann) - und schon gehts los:
Was wir brauchen
Nach dem herunterladen dieser beiden Dateien entpacken wir sie in einen Ordner unserer Wahl. Im Ordner in den wird den Grub Installer entpackt haben starten wir die grubinst_gui.exe und wählen die folgenden Einstellungen aus:
- Unter Disk, wählen wir unseren USB Stick und erkennen ihn normalerweise an der Größe
- Unter Part List wählen wir "Whole Drive" - sollte hierbei ein Fehler erscheinen hatte ich erfolg damit, den USB Stick mit dem HP USB Disk Storage Format Tool zu formatieren.
- Bei Options wird "Don't search floppy angehakt"
- Dann ein Klick auf Install und eine Erfolgsmeldung sollte quittieren, dass der MBR korrekt geschrieben wurde.
Wir beenden mit Quit und wechseln in das Verzeichnis in welches wir das Grub4Dos Archiv entpackt haben. Aus diesem Verzeichnis kopieren wir die beiden Dateien "grldr" und "menu.lst". Diese legen wir ins Hauptverzeichnis unseres USB Sticks.
Wenn bis hierher alles glatt gegangen ist sind wir eigentlich bereit für einen kleinen Testlauf. Sinnvoller wird es allerdings, wenn wir zuerst die standardmäßige menu.lst anpassen und etwas verschlanken oder gar gleich um ein eigenes ISO erweitern. Meine Sieht Beispielsweise so aus:
timeout 10 default 0 title Acronis Backup & Recovery Advanced Workstation map (hd0,0)/backuprecoveryadvws.iso (hd32) map --hookchainloader (hd32)boot title XMBC (Test) map (hd0,0)/xbmc-10.1-live.iso (hd32)map --hookchainloader (hd32)boottitle CommandLinecommandline title Rebootreboot title Halt
</pre></code>Das Prinzip ist eigentlich recht einfach, und über den Aufbau einer menu.lst kann man an anderer Stelle viel nachlesen. Das schöne an Grub4Dos ist das er eigentlich bei meinen bisherigen Tests sehr gut direk aus dem ISO booten wollte, was mir hoffentlich auch in Zukunft viel Zeit und formatieren erspart, da ich einfach das ISO auf den USB Stick legen, und die menu.lst um einen kleinen Eintrag erweitern muss. Wie man sieht werden auch Ordnerstrukturen (inkl. NTFS) unterstützt. (Wer wie ich zu spät merkt, dass er seinen USB Stick noch FAT32 formatiert hat, dem kann ich sagen dass es mit dem Windows Kommandozeilen Tool Convert erstaunlich gut funktioniert hat.



